Schulspeisung in Şercaia / Schirkanyen bis 2008

Wer Hunger hat, kann nicht gut lernen. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Kinder in der Schule umgekippt sind, weil sie Hunger hatten. Deshalb finanzierte der Staat ab 2002  für jedes Kind der ersten vier Klassen ein kleines Frühstück in Form von einem „Kipfel“ und einem Becher Milch.

Da auch die Kinder der Klassen 5 bis 8 oft ohne Frühstück in die Schule kamen und Hunger hatten, bezahlte unser Verein der Dorfschule von Şercaia/Schirkanyen für diese Schüler ab dem Schuljahr 2002/2003 täglich ein kleines Baguette-Brot. Milch trinkt man in diesem Alter nicht mehr!

Lehrer der Schule berichteten uns bei einem unserer Besuche, dass einige Kinder der höheren Klassen regelmäßiger  in die Schule kamen, weil es dort etwas zu essen gab. Wir hatten auch selbst gesehen, wie freudig sie ihren täglichen Kipfel in Empfang nahmen und sofort verspeisten.

Außer dieser Schulspeisung finanzierten wir jährlich eine gemeinsame Freizeit für einige der ärmsten Schüler bei der „Diakonia Făgăraş“ oder im Freizeitheim Seligstadt (siehe „Jugendbegegnungsstätten“). Darüber hinaus halfen wir aus unserem Sachspenden-Aufkommen  mit Lehr- und Lernmaterial, Schulmöbeln, Turn- und Sportgeräten.

Ab 2009 konnten wir die Hilfen einstellen, weil der Staat auch die höheren Klassen in das Schulspeisungs-Programm aufnahm.